Mosel von Trier bis Koblenz

Tour vom: 06.-13.05.2014

Kurz entschlossen haben wir die Reise nach Trier gemacht, um in mehreren Stationen nach Koblenz zu gelangen.

Die Mosel (französisch Moselle) ist der größte deutsche Nebenfluss des Rheins. Sie fließt durch Frankreich, Luxemburg und die deutschen Länder Saarland und Rheinland-Pfalz. Als typisch für die Mosel gilt besonders die Tallandschaft entlang ihres stark gewundenen Unterlaufs, die von Weinbau an teils steilen Hängen geprägt ist. Der Fluss wurde von den Moselanliegerstaaten ab 1958 bis Neuves-Maisons kanalisiert und damit zur Großschifffahrtsstraße ausgebaut. Sie ist nach dem Rhein die zweitwichtigste Schifffahrtsstraße Deutschlands und zählt zu den am meisten befahrenen Wasserstraßen in Europa. Die Bewohner an der Mosel nennt man Moselaner.

Trier

Auf separaten Reisemobilstellplatz hat es Platz für ca. 110 Wohnmobile. Der gesamte Platz hat einen ebenen Untergrund und ist befestigt mit Pflaster- und Rasengittersteinen. Die ganze Ver- und Entsorgung ist gut zugänglich und bedinbar, die ganze Infrastrukur kann mit einer eigenen Stellplatz-Kreditkarte welche vorher mit Bargeld geladen wurde abgerechnet werden.

Mosel Radweg

Die Urlaubsregion Trier hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Paradies für Radfahrer entwickelt – egal ob Genussradler, Familienradler, Rennradler,  Mountainbiker oder Sportradler!

Eingebettet in ein reizvolles Umland, mit den Bergen und Wäldern von Eifel und Hunsrück sowie den einzigartigen Flusstälern von Mosel, Saar, Ruwer, Kyll und Sauer, übt diese faszinierende Kultur- und Naturlandschaft eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf alle Pedalritter aus. Premium-Radwege wie der Mosel-Radweg, Ruwer-Hochwald-Radweg oder der Kylltal-Radweg laden zu genussvollen Touren per Rad ein – die Berge von Eifel und Hunsrück zu anspruchsvollen Mountainbike- und Rennradtouren.

Rundfahrt mit dem Römer-Express

Strecke:
Porta Nigra – Roter Turm – Liebfrauenkirche – Dom – Kurfürstliches Palais – Röm. Palastaula – Landesmuseum – Kaiserthermen – Palaestra – Neue Synagoge – Rathaus Trier – Thermen am Forum – Karl-Marx-Haus – Vereinigte Hospitien – Pauluskirche – Simeonstift – Porta Nigra.

Porta Nigra

Für den gerade in Trier eingetroffenen Gast ist die Porta Nigra der vorteilhafteste Ausgangspunkt für eine Stadterkundung. Die Porta Nigra ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen – eine unvergleichliche Verbindung zwischen der antiken Vergangenheit und der heutigen modernen Stadt.

Die Porta Nigra selbst stammt aus einer Zeit (ca. 180 n. Chr.), als die Römer öffentliche Gebäude gerne aus großen Quadern (die größten wiegen hier sechs Tonnen) errichteten. Die Sandsteinquader aus dem nahen Kylltal wurden von mühlengetriebenen Bronzesägen zurechtgeschnitten (einige Sägespuren sind noch sichtbar) und ohne Mörtel aufeinandergesetzt. Allerdings verband man je zwei Steine horizontal durch Eisenklammern, die in Blei ausgegossen wurden. Eine solche Klammer ist noch im Inneren des Tores nahe der östlichen Wendeltreppe sichtbar; Rostspuren vieler ehemaliger Klammern sind noch außen zu sehen, denn im Mittelalter meißelte man tiefe Löcher, um das Metall zu rauben und einzuschmelzen.

Die Steinquader entgingen dem Recyclingschicksal, da sich nach 1028 der griechische Mönch Simeon als Einsiedler in den Ostturm der Porta Nigra einmauern ließ. Nach seinem Tod 1035 wurde er im Erdgeschoß bestattet und heiliggesprochen. Ihm zu Ehren ließ Erzbischof Poppo von Babenberg in das römische Tor zwei übereinanderliegende Kirchen einbauen, die erst 1804-1809 auf Napoleons Befehl hin abgetragen wurden.
Der Name »Schwarzes Tor« ist mittelalterlich und läßt sich neben dem Zahn der Zeit auch auf umweltbedingte Verschmutzung zurückführen.

Im Inneren sind Spuren der Doppelkirche, römische Steinmetzzeichen und Datumsgraffiti zu sehen; die Aussichten auf Stadt und Tal sind bemerkenswert.

Ein römischer Zenturio zeigt Ihnen das Geheimnis der Porta Nigra

Ein Zenturio – im Glanz seiner Paraderüstung – entführt uns in jene Zeit, als Rom die Welt regierte und der Kaiser in Trier die Geschicke des Imperiums leitete. Plötzlich stehen die Zuschauer inmitten jener ereignisreichen Zeit – und das nicht nur als passiver Beobachter!

Amphitheater

Etwa 500 m von den Kaiserthermen entfernt erstreckt sich das Amphitheater, das schon 100 n. Chr. erbaut wurde und ein Fassungsvermögen von 20.000 Zuschauern hatte. Ein Beweis dafür, daß Trier eine reiche Stadt mit ansehnlichen Ausmaßen war, denn nur für eine solche Stadt wurde eine derart prestigeträchtige Anlage erbaut.

Die Bauart der Trierer Arena weicht allerdings ab von der anderer Anlagen. Durch die besonders günstige Lage am Fuße des Petrisberges konnten die römischen Baumeister auf einer Seite des Theaters darauf verzichten, dort Erde aufzuschütten. Sie nutzten die natürliche Hanglage für die Zuschauertribünen.

Am Hang wurde die Erde stellenweise abgetragen und auf der anderen Seite wieder aufgeschüttet. Aus Stein fertigte man die „Vomitorien“, die Eingänge unter den künstlichen Hügeln, die Eingangsportale und die Mauern für die Zuschauerreihen über der Arena.

In den Mauern gibt es Öffnungen zu Steinkammern, die der Unterbringung von Menschen und Tieren dienten. Unter der Arena befindet sich eine Art Keller, der unregelmäßig kreuzförmig ist. Vermutlich gab es dort eine Hebebühne. Noch immer kann man die Holzbalken einer Kolbenpumpe im Original besichtigen, die der Entwässerung in den Olewiger Bach diente.

Das Amphitheater wurde bis Anfang des 5. Jh. genutzt. Später im Mittelalter wurde es wie zahlreiche andere Bauten als Steinbruch zweckentfremdet.

Gladiator Valerius im Trierer Amphitheater

In der Kampfarena des Trierer Amphitheaters besucht Gladiator Valerius mit Ihnen dunkle Gänge, Keller und Verliese und fesselt Sie mit Erzählungen aus seinem Gladiatorenalltag.

Wallfahrtskirche in Klausen

Anno 1439

Bruder Eberhard erzählt :

„Geboren wurde ich vermutlich um 1393. Bei den Herren von Esch war ich als Tagelöhner angestellt. Von meinem kargen Lohn sparte ich so lange bis ich mir ein Bildnis der schmerzhaften Mutter Gottes, die ich sehr verehrte, kaufen konnte. Auf dem Weg zur Arbeit zu den Weinbergen von Piesport, die zur Grundherrschaft der Herren von Esch gehörten, stellte ich das Bild der schmerzhaften Mutter Gottes in eine Baumhöhle. Dies war so um das Jahr 1440.

Immer, wenn ich zur Arbeit gehen musste bzw. von der Arbeit nach Hause ging, machte ich eine Pause an dem Bildnis und rief die Gottesmutter an. Auch in meinen freien Stunden betete ich dort des Öfteren. Wanderer, die an dem Bildnis vorbeikamen hielten inne und lobpreisten die Gottesmutter. Nach kurzer Zeit kamen Leute aus der Umgebung zu dem Bildnis und trugen der Mutter Gottes ihre Sorgen, Ängste und Nöte vor.

Eines Nachts gebot mir die Mutter des Herrn in einer Vision, an dem Ort des Bildnisses eine Kapelle zu bauen. Ich dachte, dies sei nur ein Traum, doch er kehrte immer wieder und die Großmutter ermahnte mich eingehend, ihren Befehl zu verwirklichen. In meiner Gewissensnot wandte ich mich an verschiedene Seelsorger, wie den Pfarrherren Johannes von Rivenich. Sie ermunterten mich die Kapelle zu errichten. So entschloß ich mich, den Auftrag der Gottesmutter umzusetzen. Ich hatte keinen Besitz und keine Geldmittel. Schließlich schenkten mir die Herren von Esch ein paar Quadratmeter Land.

Mit ein paar Freunden trugen wir Steine zusammen und konnten begleitet von Spott und Hohn einiger Zeitgenossen, mit dem Werk beginnen. 1442 war die kleine Kapelle von zwei Schritt Breite, drei Schritt Länge und drei Schritt Höhe fertig gestellt. Von einem Meister aus Trier ließ ich ein größeres Bildnis der schmerzhaften Mutter Gottes anfertigen. Immer mehr Wallfahrer besuchten das Gnadenbild. Neben der Kapelle baute ich mir eine kleine Hütte. Die Leute nannten den Ort Eberhardsklause(n). Damit war der Name des zukünftigen Wallfahrtsortes bestimmt. Als die Herrin von Esch schwer erkrankte, bat sie ihren Hauskaplan, eine heilige Messe für ihre Genesung in der Kapelle mit dem Gnadenbild zu zelebrieren. Sie gesundete wieder, jedoch hatte das Ganze ein Nachspiel.

Die Kapelle lag im Pfarrbezirk Piesport. Dessen Pfarrherr Ordonis beschwerte sich bei der geistlichen Behörde in Trier, der Kaplan habe seine Pfarrrechte verletzt und es gewagt, eine heilige Messe auf ungeweihtem Boden zu feiern. Die geistliche Behörde entschied, das Bildnis – trotz Verteidigung der Herrin und Entschuldigung des Kaplans – in die Pfarrkirche nach Piesport zu bringen. Weil ich dies nicht abwendete, ließ mich der Herr von Esch kurzerhand in das Gefängnis von Krames (heute ein Ortsteil von Klausen) werfen. Viele beschwerten sich über Ordonis, den Pfarrer von Piesport. Bittschriften der Bevölkerung veranlassten die geistliche Behörde in Trier schließlich dazu, ihre Entscheidung zu revidieren. Ich wurde aus dem Gefängnis entlassen und auftragsgemäß brachte ich das Bildnis in die Kapelle zurück.
Für die zahlreichen Besucher wurde die Kapelle zu klein und so entschloss ich mich um 1445/46 eine größere von fünf Schritt Länge und Breite mit einem Altar, hinter dem ich das Bildnis aufstellte, zu errichten. Auch wurde die Erlaubnis erteilt, heilige Messen in der neuen Kapelle zu feiern.
Die Pilgerströme nach „Eberhardsklausen“ vermehrten sich. Der Erzbischof von Trier, Jakob von Sierck, erkannte die Bedeutung des neuen Marienheiligtums. Bei ihm reifte der Entschluss eine größere Wallfahrtskirche zu bauen. Er sandte mir Peter Lynen aus Klüsserath, der die Bauleitung für die Kirche übernahm. Während der Bauphase sprach der Kardinal Nikolaus von Kues angeblich ein Bauverbot aus, das aber bald wieder aufgehoben wurde. Nach diesen kleineren Schwierigkeiten weihte der Erzbischof persönlich die neue Wallfahrtskirche am 25. März 1449 ein. Für mich war es ein großer Freudentag. Ich hatte meine Mission erfüllt und so rief mich im Jahr 1451 der Herr in sein Reich.
Heute liegen meine Gebeine in einem hölzernen Schrein unter dem Altar in der Gnadenkapelle.“

© aus dem Kirchenführer der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung, Klausen

Wehlen

Der Wohnmobilstellplatz Wehlen an der Mosel liegt auf dem Glände des Weingutes „Studert-Prüm“ Maximinhof.
Das Gelände steigt in meheren Terrassen vom Mosel – Ufer an. Die Stellflächen sind parzelliert und angehm breit. Die vorhandene Infrastruktur ist einfach, aber für die Ver- und Entsorgung komplett vorhanden, Frischwasser, Abwasser und Strom inklusive. Vom Stellplatz gibt es einen schmalen Zugang zu einem Mosel – Uferweg. Auf diesem gelangt man sicher, autofrei bis nach Bernkastel – Kues.

Wehlen an der Mosel, ist ein Stadtteil von Bernkastel Kues. Der liegt eingebettet zwischen der Mosel, Wiesen und Obstgärten. Die Wehlener – Weinberge liegen auf der anderen Seite Moselseite.
Im Ort gibt es eine Hängebrücke über die Mosel. Der Durchgangsverkehr berührt den Ort nur am Rande, da die B53 um den Ort herumgeleitet wird.

Bernkastel-Kues

Die ersten Zeugnisse menschlicher Besiedlung (3000 v. Chr.) entdeckten Archäologen in Kues. Um 370 schrieb Decimus Magnus Ausonius, römischer Dichter und Lehrer am kaiserlichen Hof, sein Gedicht Mosella. Adalbero von Luxemburg, Propst des Trierer Stifts St. Paulin, wurde Herr von Bernkastel. Die erste urkundliche Nennung von Bernkastel stammt aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts. An der Wende vom 7. zum 8. Jahrhundert bezeichnete ein Geograph einen Ort Princastellum. Dies gilt als Beleg auf ein römisches Kastell im 4. Jahrhundert in der Nähe der heutigen Burgruine Landshut; hierauf weisen unter anderem unterhalb der Burg gefundene Beschläge, Keramik- und Eisenfunde hin. Die Namensform im 12. Jahrhundert Beronis castellum war eine gelehrte Relatinisierung, die sich auf den Trierer Propst Adalbero von Luxemburg (11. Jahrhundert) bezog. Mit dem dritten Burgbau wurde 1277 unter der Herrschaft des Trierer Erzbischofs Heinrich II. von Finstingen begonnen. Am 29. Mai 1291 verlieh König Rudolf I. von Habsburg Berrincastel die Stadtrechte. Die damals erbaute Burg Landshut erhielt diesen Namen erst im 16. Jahrhundert. 1332 wurden die Stadtrechte durch das Sammelprivileg Kaiser Ludwigs des Bayern erneut bestätigt. Durch die Goldene Bulle wurde Erzbischof Boemund II. Kurfürst. Der Sage nach wurde er durch ein Glas Wein von einer schweren Krankheit geheilt – die Legende um den Berncastler Doctor nahm ihren Anfang. 1401 wurde Nicolaus Cusanus in dem Haus des Moselschiffers Henne Cryfftz (Krebs), das besichtigt werden kann, geboren. 1451 wurde das St.-Nikolaus-Hospital (Cusanusstift) errichtet, ein Armenhospital. 1505 tauchte in einer landesherrlichen Verordnung Jakobs II. zum ersten Mal für die erzbischöfliche Burg der Name Landshut auf. Kaiser Maximilian übernachtete 1512 auf dem Weg zum Reichstag in Trier in Bernkastel. Die Pest wütete 1627 in Bernkastel, in Kues 1641. 1692 fiel die Burg Landshut einer Feuersbrunst zum Opfer und ist seitdem eine Ruine. Von 1794 bis 1814 war Bernkastel ein Kantonsort unter französischer Herrschaft, auf dem Wiener Kongress (1815) wurden Bernkastel und Kues dem Königreich Preußen zugeschlagen. 1821 wurde Bernkastel Kreisstadt. 1848 kam die Revolution auch nach Bernkastel: Die schwarz-rot-goldene Fahne wurde am Rathaus gehisst und eine Bürgerwehr gebildet. Die erste Straßenbrücke zwischen Bernkastel und Kues wurde 1872/74 gebaut, 1882/83 die erste Bahnverbindung.

Die Stadt in der heutigen Form entstand am 1. April 1905 durch den Zusammenschluss der Stadt Bernkastel mit dem gegenüberliegenden Winzerdorf Kues. 1926 kam es zu großen Winzerunruhen an der Mosel, das Finanzamt in Bernkastel und das Zollamt in Kues wurden gestürmt. In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 gab es schwere Ausschreitungen gegen jüdische Mitbürger; die Synagoge wurde zerstört. 1946 fanden die ersten demokratischen Wahlen nach dem Krieg statt; Hans Weber wurde Stadtbürgermeister. Am 7. November 1970 wurden Andel und Wehlen eingemeindet. Durch die rheinland-pfälzische Verwaltungsreform wurde durch den Zusammenschluss der Ämter Bernkastel-Land, Lieser, Mülheim, Zeltingen und der Stadt Bernkastel-Kues die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues gebildet. 1997 wurde der Burgbergtunnel feierlich eröffnet. Im Jahr 2000 begann Partnerschaft zwischen Bernkastel-Kues und Karlovy Vary (Karlsbad). 2005 feierte die Stadt den Zusammenschluss von Bernkastel und Kues vor hundert Jahren; die Gemeinde wurde Heilklimatischer Kurort.

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Römische Kelteranlage in Erden

1992 wurde in der Weinlage Erdener Treppchen ein römisches Kelterhaus gefunden und im Jahr 1993 ausgegraben.

Diese Kelteranlage, 38 x 16 m groß, stammt aus der Mitte des 3. Jahrhundert n. Ch. und ist die bisher besterhaltenste Anlage ihrer Art. Neben dem Fischgrätmauerwerk mit Originalhöhen von über 3m erbrachte die Ausgrabung viele zum Teil neue Nachweise des Lebens und Arbeitens während und nach der Römerzeit. So z.B. die Arbeit mit Entsäurungskalk zur Säureminderung bei der Weinbereitung.
Zu Beginn des 5. Jahrhunderts erfährt die Anlage größere Umbauten, u.a. wird aus Ziegelresten ein ca 2 x 2,5 m großer Backofen angelegt. Nach der Zerstörung durch einfallende Germanen dienen die Mauerreste im 7. Jahrhundert als Umfriedung für mehrere Körpergräber, eines davon wurde nacheinander viermal belegt.

Beim Bau eines Parkplatzes im Jahr 1998 wurde unweit der ersten Anlage eine weitere Kelteranlage gefunden. Sie ist ca 100 Jahre älter und bildet zur Zeit den ältesten Nachweis römischen Weinbaus an der Mosel.

Zum Erhalt dieser Anlage wurde ein Konzept entwickelt, dass eine private Finanzierung vorsieht.

Mit dem Bremer Ratskeller wurde die älteste und renommierteste Weinhandlung in Deutschland als Sponsor gewonnen. 10 Erntejahre wird der Wein aus dem Kelteranlagen-Weinberg in Bremen vermarktet und daraus die Sanierung und Überdachung finanziert.

Auf den folgenden Seiten finden Sie detailliertere Informationen über die Geschichte der beiden Kelteranlagen und die Funde, die bei der Ausgrabung gemacht wurden.

© Förderverein Römerkelter Erden e.V.

Cochem

Cochem war schon zu Zeiten der Kelten und Römer besiedelt. Im Jahre 886 wird es erstmals als Villa cuchema in einer Urkunde erwähnt. Weitere Namen: CuhckemeChuckeme 893, Cochemo 1051, Chuchumo 1056, Kuchema 1130, Cuchemo 1136, Cocheme 1144, dann Cuchme, bis ins 18. Jahrhundert Cochheim / Cocheim. Cochem war Reichsgut, wurde 1294 unter König Adolf von Nassau an das Erzbistum Trier verpfändet und blieb bis zur französischen Besetzung 1794 kurtrierisches Territorium. 1332 erhielt Cochem die Stadtrechte, bald darauf wurden die heute noch vorhandenen Stadtbefestigungen erbaut. Zwischen 1423 bis 1425 wütete eine Pestepidemie in der Stadt. 1623 veranlasste Kurfürst Lothar von Metternich die Gründung eines Kapuziner-Konvents. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt belagert, aber nicht erobert. 1689 brannten Truppen Ludwigs XIV. zunächst die Winneburg nieder und eroberten danach Stadt und Burg Cochem. Der Wiederaufbau verlief schleppend. 1794 besetzten französische Revolutionstruppen Cochem, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Jacob Frederic Louis Ravené kaufte 1866 die Ruine der ehemaligen Reichsburg und begann mit dem Wiederaufbau. Erst nach der Errichtung der Moselbrücke in Cochem im Jahre 1927 wurden die beiden Fischerorte Cond und Sehl im Zuge einer Verwaltungsreform 1932 eingemeindet. Am 23. Januar 1927 wurde die erste Moselbrücke, die Skagerrak-Brücke, eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Cochemer Altstadt zerstört. Seit 1946 ist die Stadt Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

Treis-Karden, Campingplatz

Auf dem Campingplatz in Treis-Karden an der Mosel kann man den Aufenthalt ausgezeichnet genießen, denn nicht umsonst wurde die Anlage mit 5 Sternen prämiert. Die schöne Lage des Platzes auf der Insel inmitten der Mosel ist nur ein Aspekt von vielen, warum Sie sich dafür entscheiden soll.

Geschichte

Bereits im 4. Jahrhundert soll der heilige Castor in Karden (vicus cardena) eine christliche Gemeinschaft gegründet haben. Die Gebeine des Castor von Karden kamen im 9. Jahrhundert größtenteils in die Kastorkirche von Koblenz. Karden (Cardena) hatte in der Antike und im Mittelalter eine große Bedeutung. Die Geschichte des Orts wurde vom bis 1802 bestehenden Kollegiatstift bestimmt. Karden war Zentrum eines Archidiakonats. Der Propst des Stiftes war in Personalunion einer der fünf Archidiakone des Erzbistums Trier.

Treis war Hauptort des Trechirgaus. Das Aussterben der Gaugrafen (Berthold/Bezeline) Ende des 11. Jahrhunderts führte zu einer Reihe von Auseinandersetzungen. So versuchten die Grafen von Salm/Rheineck Treis mit Umland unter ihre Kontrolle zu bringen. Bereits 1121 zerstörte Heinrich V. die Burg, um Pfalzgraf Gottfried von Calw zu unterstützen. Angeblich hatte Otto von Salm die Burg kurz zuvor neu errichtet. Beim Kampf Ottos II. von Rheineck (Sohn von Otto von Salm) mit Hermann von Stahleck um die rheinische Pfalzgrafschaft fiel Treis schließlich 1148 unter die Herrschaft von Kurtrier und verblieb dort bis zum Ende des 18. Jahrhunderts (nach weiteren Erwerbungen 1197 und 1294).

Ab 1794 standen beide Orte unter französischer Herrschaft. 1815 wurden sie auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 sind beide Orte Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Am 7. Juni 1969 wurde aus den beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden Treis und Karden die neue Gemeinde Treis-Karden gebildet

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Treis

Karden

Koblenz

Stellplatz, KNAUS Rhein-Mosel

Direkt gegenüber des Deutschen Eck und der Altstadt Koblenz befindet sich der neue KNAUS Campingpark Rhein-Mosel/Koblenz direkt dort, wo Rhein und Mosel sich vereinen. Der Campingpark, welcher bereits seit 60 Jahren unter dem Namen „Campingplatz Rhein-Mosel“ existiert, bietet knapp 200 Stellplätze mit fantastischem Blick auf das Deutsche Eck, die Koblenzer Altstadt sowie auf die Festung Ehrenbreitenstein mit der anlässlich der Bundesgartenschau installierten Seilbahn.
 
Im Jahre 2011 wurde der Campingplatz grundlegend saniert und erhielt aufgrund der hochwertigen Einrichtungen, der  gepflegten und technisch einwandfreien sanitären Anlagen sowie der vor Ort gebotenen Service-Leistungen und Einrichtungen zu Recht 4 Sterne vom BVCD/DTV.

Geschichte

Die Geschichte der Stadt Koblenz ist sehr wechselhaft und gekennzeichnet von kriegerischen Auseinandersetzungen bei zahlreichen Grenzkonflikten sowie einem großen baulichen Wandel. Bereits seit der Steinzeit ist das Gebiet von Koblenz besiedelt. Die Römer bauten hier erstmals eine befestigte städtische Siedlung. Es entstanden im heutigen Altstadtkern das Kastell Confluentes zur Sicherung der Rheinstraße –Köln–Mainz–Xanten und in Niederberg das Kastell Niederberg zur Sicherung des Limes sowie erste Brücken über Rhein und Mosel. Koblenz gehört somit zu den ältesten Städten Deutschlands. Nach dem Rückzug der römischen Truppen im 5. Jahrhundert wurde Koblenz von den Franken erobert, die hier einen Königshof begründeten. In der 836 geweihten Kastorkirche fanden 842 Verhandlungen zwischen den drei Enkeln Karls des Großen statt, die schließlich zur Teilung des Fränkischen Reichs im Vertrag von Verdun 843 führten.

In der folgenden Herrschaft der Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier blühte Koblenz weiter auf und es entstand eine Vielzahl von kulturellen Schätzen in Form von Kirchen, Schlössern und Festungsanlagen. Aus der auf dem Ehrenbreitstein um 1020 erbauten Burg entstand nach und nach die Festung Ehrenbreitstein. In unsicheren Zeiten wurden in dieser sichersten Burg des Kurstaats die größten Heiligtümer aufbewahrt. Im 12. Jahrhundert erbauten die Erzbischöfe von Trier die Florins- und die Liebfrauenkirche. Im 13. Jahrhundert entstanden die Burg Stolzenfels als kurtrierische Zollburg am Rhein sowie die Alten Burg als eine Zwingburg gegen die nach mehr Unabhängigkeit strebenden Bürger. Im folgenden Jahrhundert wurde mit Bau der Balduinbrücke erstmals wieder seit den Römern ein fester Moselübergang ermöglicht. Im Dreißigjährigen Krieg verlegte Kurfürst Philipp Christoph von Sötern seinen Amtssitz von Trier in das neu erbaute Schloss Philippsburg am Fuße des inzwischen zur Festung ausgebauten Ehrenbreitsteins. Im Jahre 1786 zog Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen in das Kurfürstliche Schloss nach Koblenz um. Von hier regierte er den Kurstaat bis zu seinem Ende 1794 als das Land und Koblenz von der französischen Revolutionsarmee erobert wurden.

Die folgende französische Zeit prägte Koblenz (frz. Coblence) weit über deren Ende hinaus. Es entstand der Begriff des Schängel, mit dem bis heute jeder bezeichnet wird, der in Koblenz geboren ist. Im Frieden von Lunéville fiel Koblenz 1801 auch formal an Frankreich und wurde Hauptstadt des französischen Département de Rhin-et-Moselle. Das Ende dieser französischen Zeit kam 1814 mit der Besetzung von Koblenz durch russische Truppen.

Durch den Wiener Kongress 1814/15 gingen die rheinischen Besitztümer des Trierer Kurstaates und damit auch Koblenz auf das Königreich Preußen über. Die Stadt, zunächst Sitz des Oberpräsidiums der Provinz Großherzogtum Niederrhein, später Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz, wurde als Festung Koblenz zu einem der stärksten Festungssysteme in Europa ausgebaut. Im 19. Jahrhundert entstanden nicht nur mächtige Festungswerke in Koblenz, so wurde auch das Schloss Stolzenfels neu aufgebaut und den Rhein überquerte nun eine Schiffbrücke. Die erste Eisenbahn fuhr 1858 über die neu erbaute Moseleisenbahnbrücke in Koblenz ein. Mit dem folgenden Ausbau des Eisenbahnnetzes entstanden mit Bau der Pfaffendorfer Brücke, der Gülser Eisenbahnbrücke und der Horchheimer Eisenbahnbrücke weitere Überquerungen über Rhein und Mosel. Wegen der fortschreitenden Kriegstechnik verloren die Festungen ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an Bedeutung. Seit 1890 brach man die Stadtbefestigung vollständig ab und das Siedlungsgebiet konnte nun erstmals über die engen Stadtgrenzen hinaus erweitert werden. Nach dem Tode Kaiser Wilhelms I., der mit seiner Gattin Augusta lange in Koblenz lebte, wurde an der Moselmündung 1897 zu seinen Ehren das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.

Das 20. Jahrhundert war von großen baulichen Veränderungen sowie einer erheblichen Erweiterung des Siedlungsgebiets geprägt. So wurde an Stelle des ehemaligen Löhrtors 1903 die Herz-Jesu-Kirche eingeweiht. Bereits ein Jahr zuvor wurde in der neuen südlichen Vorstadt ein prächtiger Hauptbahnhof fertig gestellt. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Koblenz erst von amerikanischen und dann von französischen Truppen besetzt. Im Jahre 1932 begann der völlige Umbau der Pfaffendorfer Brücke, aus der ein kompletter Neubau zu einer Straßenbrücke hervorging. Zwei Jahre später folgte die Einweihung einer neuen Moselüberquerung, da die Balduinbrücke dem wachsenden Verkehrsaufkommen nicht mehr genügte.

Einschneidend waren im Zweiten Weltkrieg die Luftangriffe auf Koblenz, bei denen die Stadt zu 87 % zerstört wurde. 1944 legten Lancaster-Bomber der britischen Royal Air Force das Zentrum von Koblenz in Schutt und Asche. Am 18. und 19. März 1945 nahm die 87. US-Infanteriedivision der US Army Koblenz ein. Langsam erholte sich die Stadt von den Kriegsereignissen, das historische Stadtbild bleibt aber teilweise verloren. In der Nachkriegszeit kam Koblenz zur Französischen Besatzungszone und war Schauplatz der Gründung des Landes Rheinland-Pfalz. Auf der Rittersturz-Konferenz 1948 in Koblenz wurde eine der grundsätzlichen Entscheidungen für den Zusammenschluss der drei westlichen Besatzungszonen („Trizone“) zur Bundesrepublik Deutschland und damit für die einstweilige Trennung von der Sowjetzone getroffen. Infolge der westdeutschen Wiederbewaffnung seit Mitte der 1950er Jahre erhielt Koblenz erneut eine sehr große deutsche Garnison. Die letzten Teile der französischen Garnison zogen 1969 ab. Koblenz überschritt 1962 die Marke von 100.000 Einwohnern und wurde damit Großstadt. Ein großes Brückenbauprojekt wurde mit Vollendung der Südbrücke 1975 abgeschlossen. Beim Bau der Rheinbrücke kam es zu zwei tragischen Unfällen, bei denen 19 Arbeiter den Tod fanden. Im Jahr 1992 konnte die Stadt Koblenz den 2000. Jahrestag der Stadtgründung feiern.

Am 4. Dezember 2011 mussten etwa 45.000 Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Der Grund für die umfangreichste Evakuierung einer deutschen Großstadt seit 1945 war der Fund einiger Kampfmittel, darunter eine britische Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg.

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Vom Stellplatz zum „Deutsches Eck“

Koblenz die „Altstadt“ 

Liebfrauenkirch