Venedig

Tour vom: 30.09. – 06.10.2013

Sirmione

Auf der Reise nach Punta Sabbioni machten wir am Gardasee bei idülischen Städtchen Simione einen Zwischenhalt. Den Stellplatz haben wir gut gefunden und auch eine erste fahrt mit dem Flyer in Richtung Altstadt unternommen. Wir suchten eine Bäckerei um uns am Morgen mit Brot einzudecken, wir fanden keine Bäckerei aber ein MMM-Migros welche auch Brot hatten. Auf dem Rückweg kauften wir noch einen kleiner Gasgrill „Cadac Safari Chef“ der natürlich auf dieser Reise noch ausprobiert werden musste.

Stadt Besichtigung

Sirmione ist eine italienische Ortschaft mit 7476 Einwohnern sie liegt am Südufer des Gardasees. Ein Teil der Ortschaft ist auf der Halbinsel gelegen, die in den See hineinragt. Sirmione gehört zur Provinz Brescia in der italienischen Region Lombardei.

Der Landzipfel, auf dem Sirmione gelegen ist, hat die Form eines Dreiecks mit der größten Seitenlänge von 1250 m und einer Breite von 750 m und besteht aus drei Hügeln: „Cortine“, „San Pietro in Mavino“ und den „Grotten des Catull“.

Das Klima in Sirmione ist mild, wie überall am Gardasee, nicht zuletzt auch durch eine in unmittelbarer Nähe von Sirmione im Gardasee entspringende Thermalquelle, deren Wasser reich an Schwefel, Brom und Iod ist. Die Sommer am Gardasee sind warm, aber nicht zu heiß, und die Winter sind mild mit wenig Regen.

Im Altertum war das Südufer des Gardasees von einem dichten Wald bewachsen. Heute ist die Vegetation mediterran geprägt und besteht zu großen Teilen aus Olivenbäumen.

Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt von Sirmione ist durch enge Gassen und ruhige Plätze geprägt, in denen der Besucher zahlreiche Boutiquen und Antiquitätenläden, Cafés und Restaurants findet.

Scaligerburg (Castello Scaligero)

Die Scaligerburg mit einem großen Hafenbecken und einer Ringmauer schließt das Städtchen vom Festland ab. Die Scaliger bauten aus dem alten Römerkastell in Sirmione im 13. Jahrhundert (ab 1259) auf Wunsch des Stadtherrn von Verona, des Mastino I. della Scala, auf dem ersten der drei Hügel die wehrhafte Burg mit den typischen Schwalbenschwanzzinnen, die direkt am Wasser liegt und dem Hafen der Gardasee-Flotte Schutz bot. Sie diente vorrangig zur Verteidigung und Machtdemonstration der Scaliger und prägt heute das Bild von Sirmione. Nur über eine Zugbrücke gelangt man über die tiefen Wassergräben durch ein Portal mit den Wappen der Scaliger (eine Leiter) und der Venezianer (geflügelter Löwe) in die Burg, von der aus man den Zugang zur Ortschaft kontrollieren konnte. Schießscharten zeigen, wie die Burgsoldaten von hier aus den Weg nach Sirmione kontrollierten. Bei einem Rundgang über die Wehrgänge und durch die Ecktürme kann sich der Besucher ein Bild von dem ausgeklügelten Verteidigungssystem aus dicken Mauern, Treppen und Zugbrücken machen. Die Burg bietet einen Blick auf den Hafen von Sirmione, der ebenfalls von den Scaligern angelegt wurde. Der 47 m hohe Mastino-Turm im großen Hof war im Mittelalter Waffenkammer und Hauptgebäude der Militäranlage.

Santa Maria Maggiore

Abseits vom belebten Zentrum gelangt man durch enge mittelalterliche Gassen zu der Kirche Santa Maria Maggiore, die aus dem 15. Jahrhundert stammt und an der Stelle ihres langobardischen Vorgängerbaus errichtet worden war. Das Äußere ist schlicht, bis auf eine der Westfassade vorgelagerte Säulenhalle, in der unter anderem eine Säule aus römischer Zeit zu finden ist. Im Inneren befinden sich Holzschnitzereien aus dem 16. Jahrhundert und Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Der Hauptaltar wird von Marmorarbeiten aus dem 18. Jahrhundert geschmückt.

San Pietro in Mavino

Die Kirche San Pietro in Mavino erhebt sich auf dem zweiten Hügel von Sirmione. Ihre Ursprünge gehen auf das 8. Jahrhundert zurück. Sie steht auf dem Fundament eines römischen Tempels außerhalb des Ortes. Die Kirche liegt inmitten von Olivenhainen und Zypressen. Im Inneren befinden sich Fresken aus dem 12. bis 16. Jahrhundert.

Grotten des Catull (Grotte di Catullo)

Auf dem letzten der drei Hügel, unweit von San Pietro, befinden sich die Überreste einer römischen Villa, genannt „Grotten des Catull“, die eine Fläche von 2 Hektar bedecken und die bedeutendste archäologische Fundstelle Oberitaliens bilden.

Der Name der Ruinen ist irreführend, da es sich weder um Grotten noch um einen Ort handelt, an dem Catull wohnte. Der Poet Gaius Valerius Catullus (85–54 v. Chr.) hatte in Verona gelebt und den Ort von Zeit zu Zeit besucht, um hier Ruhe und Erholung zu finden. In seinen Versen („Salve o venusta Sirmio“ – „Sei gegrüßt, du liebliches Sirmione“) besang er die Schönheit des Ortes. Tatsächlich wurde die Villa erst nach Catulls Tod (um ca. 150 n. Chr.) erbaut. Nach der teilweisen Ausgrabung wurde festgestellt, dass es sich vermutlich um ein antikes Sanatorium, mit einem Thermalbad handelte. Die Villa ist vermutlich im 4. Jahrhundert eingestürzt. Die in einem kleinen Museum am Eingang der Villa ausgestellten Funde deuten darauf hin, dass die Villa einmal mit großer Pracht ausgestattet gewesen war. Von dieser Villa, die umgeben ist von Olivenhainen, ist nichts erhalten geblieben, außer den gewaltigen Stützmauern unter der eigentlichen Villa und einigen Nebengebäuden.

Thermalbäder des Catull (Terme di Catullo)

Das Wasser von Sirmione ist reich an Schwefel, Brom und Iod und ist hyperthermisch. Es entspringt im Becken des Monte Baldo in Venetien auf 2.200 m Höhe, von wo das Wasser die Quellen von Boiola, Virgilio und Catullo mit einer Temperatur von 69°C erreicht. Bereits die Römer kannten und nutzten die heilende Wirkung des warmen Wassers, das auf dem Grund des Gardasees entspringt. Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte ein Junge die römischen Bleirohre, die in 18 m Tiefe verlaufen und das Thermalbad in den Grotten des Catull mit warmem Wasser versorgten. Im Jahre 1889 gelang es schließlich einem venezianischen Taucher, Rohre in einer Felsspalte zu verlegen, die das warme Wasser zum Festland bringen. Das Therapiezentrum „Thermalbäder des Catull“ (Terme di Catullo) konnte errichtet werden. Das Thermalwasser wird zur Linderung bestimmter Formen der Schwerhörigkeit, aber auch zur Therapie von Hautkrankheiten, Rheumatismus und Erkrankungen der Atemwege eingesetzt.

© Wikipedia

Punta Sabbioni

Unser Stellplatz für die Reise nach Venedig ist Zentral gelegen ca. 700 Meter von der Fähranlegestelle. Ein sauberer Waschraum mit WC, Dusche und Touletten und den nötigen Entsorgungs Behälter.

Grill Einweihung

Wir haben in Sirmione einen Gas-Grill gekauft, auf dem Stellplatz installiert und die erste Pizza gemacht, hmmm fein !

Venedig

Von Punta Sabbioni haben wir Venedig 2 mal besucht, die Fahrzeit der Fähre betrug ca. 1/2 Std. direkte zur Anlegestelle vom Piazza San Marco.

Venedig ist eine Stadt im Nordosten Italiens, sie ist die Hauptstadt der Region Venetien und der Provinz Venedig und trägt den Beinamen La Serenissima („Die Durchlauchtigste“). Ihr historisches Zentrum liegt auf einigen größeren Inseln in der Lagune von Venedig.

Die Gesamtfläche Venedigs beträgt 414,6 km², davon entfallen 257,7 km² auf Wasserflächen. In der Lagune befinden sich 118 Inseln. Sie erstreckt sich über etwa 50 km zwischen den Mündungen der Flüsse Adige im Süden und Piave im Norden in die Adria.

Venedig war bis 1797 Hauptstadt der Republik Venedig und mit über 180.000 Einwohnern eine der größten europäischen Städte. Bis ins 16. Jahrhundert war sie eine der größten Handelsstädte, über die der Handel zwischen Westeuropa und dem östlichen Mittelmeer abgewickelt wurde. Venedig unterhielt die meisten Handels- und Kriegsschiffe. Ihr Adel profitierte vom Handel mit Luxuswaren, Gewürzen, Salz und Weizen. Venedig entwickelte sich zum größten Finanzzentrum und dominierte ein Kolonialreich, das von Oberitalien bis Kreta und zeitweise bis nach Zypern reichte. Nach französischer und österreichischer Herrschaft zwischen 1798 und 1866 wurde Venedig ein Teil Italiens. 1929 wurde der Industriekomplex Mestre-Marghera in die Comune di Venezia eingemeindet. Die jüdische Bevölkerung wurde während des Zweiten Weltkriegs vernichtet. In den Jahren 1965 bis 1970 erreichte die Stadt mit knapp 370.000 Einwohnern die höchste Bevölkerungszahl, die seither wieder um etwa 100.000 Einwohner zurückgegangen ist.

Venedig und seine Lagune stehen seit 1987 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Sie haben überaus häufig inspirierend auf Künstler gewirkt, und Venedig wurde eine der am häufigsten von Touristen aufgesuchten Städte. Seit einem Jahrhundert ist die wirtschaftliche Struktur der Altstadt einseitig auf den Tourismus ausgerichtet, während sich die industrielle Tätigkeit vor allem um Mestre und Marghera auf dem westlichen Festland konzentriert.

Unterwegs in Venedig

Unsere Wege und Plätze von der Anlegestelle via „Riva degli Schiavoni“, „Ponte dell’Accademia“ zur Kirche „Santa Maria della Salute„. Danach gings auf dem Canal Grande zur Brück Rialto zum Markus Platz. Am zweiten Tag besichtigten wir den Markusdom und gingen auf den Rialto-Markt.

Nationaldenkmal für Viktor Emanuel II.

Das Denkmal wurde ab 1885 von Giuseppe Sacconi errichtet, die Einweihung fand 1911 zum 50. Jahrestag der Einigung Italiens statt. Es wurde 1911 anlässlich der Weltausstellung in Rom eingeweiht, aber erst 1927 fertiggestellt. Es spiegelt die nationalistische Stimmung dieser Zeit, welche sich in den wuchtigen Marmortreppen, einem zwölf Meter hohen bronzenen Reiterstandbild des Königs und einer monumentalen Säulenreihe am oberen Ende manifestiert. Diese Portikus wird von einem ornamentalen Fries bemalt mit Temperafarben geschmückt, was auf der Nachtaufnahme gut erkennbar ist. Das gigantische Bauwerk stellt sich quer vor die mit 80 Metern Länge auch nicht kleine Basilika Santa Maria in Aracoeli, die so von der Piazza Venezia aus völlig unsichtbar geworden ist.

Wie bei vielen nationalen Denkmalen üblich, findet man auch hier das Grabmal des unbekannten Soldaten und den „Altar des Vaterlandes“ (ital.: Altare della Patria). Die Ewige Flamme wird Tag und Nacht von zwei Soldaten mit Lanzen bewacht. Der Blick reicht von dort auf das Forum Romanum, die Märkte der antiken Kaiser im Südosten und über die Häuser von Rom.

Wasserwege – Canal Grande

Die Kanäle bilden die eigentlichen Straßen und Gassen dieser Lagunenstadt, als Oberbegriff die Wasserwege in Venedig. Sie erschließen auch einige Hafenbecken und dienen natürlich der Entwässerung des Stadtgebiets. Die beiden bekanntesten Kanäle sind der Canal Grande im Zentrum und der Canale della Giudecca (hin zur gleichnamigen Insel, durch das Viertel Dorsoduro) am Südende der Stadt. Sie treffen im Bacino di San Marco vor dem Markusplatz zusammen und beruhen wahrscheinlich auf alten Flussbetten. Mehr als 40 kleinere Kanäle münden aus den Stadtsechsteln (Sestieri, andernorts sind das die Stadtviertel) in den Canal Grande ein (seine regionale Bezeichnung lautet Canałazzo). Die Straßen und Gassen haben in Venedig nur Zubringerfunktion zwischen den einzelnen Häusern und innerhalb der Viertel. Die Haupterschließung der Einwohner von und hin zum Festland oder hinaus aufs Meer erfolgte traditionell per Boot über die verschiedenen Wasserwege. Eine Besonderheit Venedigs sind zugeschüttete Wasserstraßen, die heute Straßen oder Fußwege bilden und deren Namen noch an ihre frühere Funktion erinnern.

Der Canal Grande (Canale Grande ist eine häufige falsche Benennung) im Venezianischen Canałazzo ist die knapp vier Kilometer lange, zwischen 30 und 70 Meter breite und bis zu fünf Meter tiefe Hauptwasserstraße in der Lagunenstadt Venedig. Die erste Biegung des S-förmigen Kanals wird als volta di Canal bezeichnet.

Er ist das letzte Stück des nördlichen Armes des Flusses Brenta, der durch die Lagune zieht, weshalb das Wasser hier im Gegensatz zu den übrigen venezianischen Kanälen immer fließt. Rund 45 kleinere Kanäle münden in den Canal Grande ein.

Piazza San Marco

Der Markusplatz ist der bedeutendste und bekannteste Platz in Venedig, Italien.

Der Markusplatz ist 175 m lang und bis zu 82 m breit und ist neben dem Omnibusbahnhof der Piazzale Roma der einzige Platz der Stadt, der die Bezeichnung piazza trägt. Die anderen Plätze Venedigs werden campi genannt (von ital. campo ‚das Feld‘), da sie ursprünglich nicht gepflastert waren. Alfred de Musset nannte den Markusplatz den „Salon Europas“. Der Platz, der sich im Stadtsechstel San Marco befindet, ist geprägt von der Fassade der Markuskirche (Basilica di San Marco) mit seinem Campanile und wird umschlossen von den alten und neuen Prokuratien. In der Verlängerung durch die sogenannte Piazzetta reicht er bis vor den Dogenpalast und öffnet sich dort zum Wasser, dem Bacino di San Marco mit dem Beginn des Canal Grande. Vor der Markuskirche befinden sich seit 1480 drei Schiffsmasten, an denen an Sonn- und Feiertagen das Markus-Banner weht.

Da sich der Platz nur wenig über den Meeresspiegel erhebt, wird er bei Hochwasser immer wieder überflutet. Der Platz ist, wie nahezu die gesamte Innenstadt, eine einzige große Fußgängerzone. Der „schönste Festsaal Europas“, wie Napoleon ihn nannte, wird von Touristen, Fotografen und Tauben bevölkert.

Sanata Maria della Salute

Santa Maria della Salute ist eine barocke Kirche in Venedig an der Einfahrt zum Canal Grande. Sie ist eine der beiden Votivkirchen Venedigs, die aus Anlass einer Pestepidemie in der Stadt erbaut wurden.

Am 22. Oktober 1630 gelobte der Doge Nicolò Contarini der Madonna eine Kirche, mit der Bitte um Beendigung der Pest, die seit 1630 in der Stadt wütete und bei der die Stadt rund 46.000 Einwohner (ein Drittel ihrer Bevölkerung) verlor. Die Kirche sollte an exponierter Stelle am Bacino di San Marco gegenüber dem Dogenpalast errichtet werden. Aus dem ausgeschriebenen Wettbewerb ging der Venezianer Baldassare Longhena, ein Schüler Scamozzis, als Sieger hervor, obwohl der Senat zunächst lieber einen römischen Architekten engagiert hätte.
Mit dem Bau der Kirche wurde eine grundlegende städtebauliche Neuordnung dieses Bereichs in Angriff genommen, die das Bild Venedigs, festgehalten in unzähligen Veduten vom 17. bis zum 19. Jahrhundert, bis heute prägen sollte. Die alte Bebauung mit Wohnhäusern und Kloster und Kirche San Trinità wurde abgerissen, um Platz für die Kirche, den Neubau der Zollstation und das Konventsgebäude der Somasker, die die Kirche zu betreuen hatten, zu schaffen. Diese Bauten sind wesentliche Komponenten eines einzigartigen städtebaulichen Ensembles um den Bacino. Sie sind Ergebnis einer sorgfältigen Planung durch den Senat und die venezianischen Baubehörden, die auf ein Jahrhunderte altes Wissen von Stadtbaukunst und urbanistischer Inszenierung zurückgreifen konnten.

Longhena hat mit Unterbrechungen sein ganzes Leben lang an der Errichtung der Kirche gearbeitet, die erst 1687, fünf Jahre nach seinem Tod, geweiht wurde.

1921 erhielt die Kirche den Ehrentitel einer päpstlichen Basilica minor.

Ponte di Rialto

Der Markt von Rialto war der wichtigste Handelsplatz Venedigs. Der Name Rialto leitet sich von italienisch rivo alto = das hohe Ufer ab. Es war einer der ersten Plätze der Lagune, die besiedelt wurden. Von der Gründung her konzentrierten sich am Rialto Handel und Verkehr.

Bis zum Brand von 1514

Ursprünglich wurde der Markt von Venedig samstags am großen Platz von Olivolo in Castello abgehalten. Vor allem in den Anfängen war er dafür bekannt, dass es keine Steuern und andere öffentliche Belastungen gab, und er konnte auf diese Art und Weise mit den Märkten von Pavia und Campalto, damals unter den wichtigsten Italiens, konkurrieren. Als sich die Regierung im 9. Jahrhundert hier ansiedelte wurde der Rialto die treibende Kraft in der Entwicklung des Handels. Die Anlage eines Fisch- und Gemüsemarktes waren die sichtbare Bestätigung der erfolgreichen Bemühungen. Am Ende des 15. Jahrhunderts gab es in Venedig, außer einigen kleinen, nur drei bedeutende Märkte. Am ersten Samstag auf San Polo, am zweiten Samstag auf San Marco und am dritten immer am Campo San Giovanni in Bragora, jedoch blieb Rialto immer der wichtigste Handelsplatz. Man handelte nicht nur al minuto, sondern wickelte auch große Partien ab, setzte die Preise fest, regulierte den Im- und Export sowie die Vermietung von Schiffen. Über den Handel von Fisch und Gemüse hinaus gab es eine Rohstoffbörse an der vor allem Gold und Silber gehandelt wurden.

Der Staat überwachte und leitete alle diese Geschäfte; für den Handel mit dem übrigen Italien gab es die Dogana di Terra, die für jeden Transport von Stoffen, jeden Liter Öl, Wein, jedes Kilo Mehl, Hirse oder Bohnen eine Abgabe vorsah. Es gab den Fondaco della Farina, ein großes staatliches Magazin in dem die Familien einkaufen und sich versorgen konnten, jedoch nur für den Zeitraum eines Monats, um Hamsterkäufen und Spekulationen vorzubeugen. Auch die Bäcker deckten sich hier mit Mehl ein.

Der Staat vermietete den Händlern uno stazio, einen Standplatz im Freien mit einem banco im Vordergrund, hinten einen Holzverschlag und das Ganze mit einem Segel abgedeckt. Natürlich gab es auch ambulante Händler die zum Unterschied von den Standplatzinhabern keine wesentlichen Steuern zu zahlen hatten und von diesen auch deswegen toleriert wurden, weil ihr bescheidener Handel mit Eiern, Hühnern und etwas Gemüse keine Konkurrenz darstellte.

Rialto Mercato